10 Mrz

Alumnifeier der Universität

Als die Einladung in meinem Postfach lag, war ich eigentlich auf das Schlimmste vorbereitet. In regelmäßigen Abständen wird ein Wiedersehen der Fakultät veranstaltet, bei denen sich meine ehemaligen Kommilitonen gegenseitig vorschwärmen, wie viel sie doch erreicht haben, wie sich die alten Zeiten änderten und welcher Physiker den nächsten Nobelpreis entgegen nehmen wird.

Ich freue mich immer sehr auf Patrick, Lukas und Georg, die sich auf Partys meist mit „hinaus kehren lassen.“ So war das auf jeden Fall das letzte Mal. Jedoch war die musikalische Umrahmung dieses Mal nicht wirklich ein Erfolg. Die Sängerin war weder textsicher, noch konnte sie einen Ton halten. Die Auswahl der Lieder machte mich so melancholisch, dass ich trüben Gedanken beim Betrachten der schwarz-weissen Wandtattoos hegte und mich im Nachhinein ärgerte, für diese Farce überhaupt Urlaub beantragt zu haben. Wir gaben unser Bestes, doch trotz einiger gemeinsamen Flaschen Wein wurde die Veranstaltung einfach nicht besser. Wirklich schade!

Ganz anders die Partyband auf der Hochzeit meiner Schwester. Die Liveperformance, die dort geleistet wurde, entsprach nun wirklich in jeder Hinsicht einem professionellen Auftritt. Es handelt sich um die Band abgroovebereit. Mit den Hits aus den 50ern- 90ern und dem Besten von heute bietet diese Band alles, was eine gute Partyband auszeichnet. Nämlich eine Mischung aus Rock, Pop, Soul, Funk und mehr.

Eine gute Partyband zeichnet sich meines Erachtens dadurch aus, dass sie ein breites Publikum begeistern kann. Ein umfangreiches Programm an Partyhits gehört einfach zu einem gelungenen Abend dazu. Ein Evergreen und mein absolutes Lieblingslied ist bis heute „Let’s Twist Again“. Wer das im Programm hat, kann ja nur gewinnen. Klassiker in Verbindung mit Modernem – das muss eine Partyband leisten, um heute sich gegenüber der Konkurrenz durchsetzen zu können.

Wichtig ist natürlich auch, dass die Band auch Spontaneität beweisen kann und auf die persönlichen Wünsche der Partygäste eingehen kann. Thematisch muss eine gute Partyband variieren können. Schlechte Bands hingegen ziehen ihre Zuhörer so schnell in ein Stimmungstief, dass sie das Newtonsche Gravitationsgesetz geradezu veranschaulichen. Daher gehe ich bei meiner nächsten Feier, die ich zu planen habe, auf Nummer sicher und buche eine Partyband, die ihre Professionalität schon bewiesen hat.