19 Feb

Der (Ein-)Druck zählt?

Wie bereits erwähnt, um mein Gespür für Trends beneiden mich viele meiner Bekannten und Freunde. Um bei einer Zielgruppe zu landen, muss dabei nicht mal das Rad neu erfunden werden. Neben der Qualität des Produktes kommt es natürlich auch auf die entscheidende Werbestrategie an. Mein Neffe ist gerade dabei, aus seinem kreativen Potential eine eigene Firma aufzubauen. Er ist Mediengestalter und punktet stets mit seinen unkonventionellen Ansätzen.

Doch mit der richtigen Werbestrategie hapert es noch: Die Kunden bleiben schlichtweg aus. Natürlich darf man nicht vergessen, dass die derzeitige Finanzkrise auch dazu führte, dass den Unternehmen die Reserven fehlen, um kostspielige Werbemaßnahmen aufzuziehen. Jedenfalls saß ich gestern mit Nils, meinem Neffen, zusammen, um ihm etwas unter die Arme zu greifen. Die Zeiten sind hart, keine Frage. Unsere Maßnahmen müssen daher noch härter sein.

Der „Mere – Exposure – Effekt“ meint einen psychologischen Effekt, der davon ausgeht, dass durch die mehrfache Darbietung von Situationen oder Personen die Affinität eines Menschen zu Genanntem positiv verändert werden kann. Ein einfaches Beispiel dafür wäre: Je öfter man ein Lied im Radio hört, desto besser findet man es. Dies gilt allerdings nur, wenn der erste Eindruck nicht in schlechter Erinnerung behalten wird. 

Und genau darum geht es: Um den ersten (Ein-)Druck. Ich riet meinem Neffen also, auf Flyer Druck zurück zu greifen. Denn Flyer reißen nämlich kein Loch in den Geldbeutel und können (bei entsprechendem Design) die unterschiedlichsten Zielgruppen ansprechen; lassen sich leicht verteilen und reproduzieren. Seriöse Firmen werben mit einer Garantie, die es dem Kunden bei Nichtzufriedenheit erlaubt, 100% des Kaufpreises zurück erstattet zu bekommen.

Dass die Konkurrenz hoch ist, und viele Ich-AGs zum Scheitern verurteilt sind, muss ich wohl wirklich nicht mehr erwähnen. Welche Zukunft gibt es aber für jene kreativen Köpfe, die aufgrund der Finanzlage einfach keinen Fuß fassen können?

Ich sorge mich sehr um meinen Neffen, wünsche ihm natürlich alles Gute. Vielleicht ist der Flyer Druck ein Anfang, um auf sich aufmerksam zu machen. Doch wie es weiter geht, hängt nicht nur von kreativ gestalteten Flugblättern ab, sondern auch vom Durchhaltevermögen und einer gewissen Ellenbogenmentalität des Unternehmers ab.

Hier sollte es sich bezüglich seines Geschäftskonzeptes im Vorfeld doch genaue Gedanken machen wie sein Produktportfolio aussieht und welche Software er für die Abwicklung braucht. Beispielsweise das Thema E-Mail Archivierung wird oftmals unterschätzt und erst wenn ein Datenverlust einen ein mal persönlich Probleme bereitet hat, macht man sich Gedanken und versucht Lösungen zu finden. Ich werde natürlich so gut es mir möglich ist meinem Neffen mit Rat und Tat zur Seite stehen um ihn zu unterstützen. Sicherlich kann man ihn in den jungen Jahren noch an der Hand nehmen, laufen muss er dennoch schlußendlich alleine. Ich wünsche ihm in jedem Fall viel Glück!