17 Mrz

Ich über mich: Meine Laster I

Ich kann mich eigentlich nicht darüber beschweren, wie mich Mutter Natur ausgestattet hat. Das physikalische Gesetz der Symmetrie trifft auf mich vollends zu, das ist ja bekanntlich die halbe Miete. Auch wenn dieses Dogma in der Mitte des 20. Jahrhunderts eine Erschütterung erhielt, muss ich sagen, dass darin für mich die Schönheit des Gesichts liegt.

Mal von symmetrischen Formen abgesehen: Es ist meine Haut, die mir zu schaffen macht. Ich gehöre zu jenen hoffnungslosen Fällen, die der Neurodermitis den Kampf angesagt haben. Gerade eben bin ich aufgewacht und musste feststellen, dass ich meine bis gestern gut verheilten, juckenden Stellen im Schlaf wieder aufgekratzt habe!!!

Meine Neurodermitis raubt mir den letzten Nerv und ich stehe mit dieser Hauterkrankung keinesfalls alleine dar. Ich habe neulich gelesen, dass jeder fünfte bis zehnte Schulanfänger in Deutschland unter dieser allergischen Hauterkrankung leidet. Meine Schwester hat leider dasselbe Problem wie ich. Und seit ich mir ihre Tipps zu Herzen genommen habe, muss ich wirklich eine Besserung feststellen (dass ich des Nachts während unruhiger Träume wieder zu kratzen anfange, konnte ja keiner wissen…).

Also, liebe Allergiker: Ich schlief früher eigentlich immer recht warm, mit geschlossenem Fenster, doch seit ich den Raum abkühle und Baumwollhandschuhe (von letzter Nacht mal abgesehen) trage, geht es eigentlich mit dem Juckreiz. Denn Kälte hilft eigentlich ganz gut dagegen. Ich habe sehr trockene Haut und muss daher auf eine sehr fettige Creme zurückgreifen. Wenn die Ekzeme ganz akut sind, muss man eine Creme mit hohem Wasseranteil verwenden. Es versteht sich von selbst, spezielle Seifen und Deos zu verwenden (natürlich nicht parfümiert!).

Was aber wirklich das Schlimmste ist, (aber leider auch hilft) ist der Kaffeeverzicht. Meine tägliche Ration habe ich so eingeschränkt (ich kann noch nicht ganz ohne), dass ich merklich an dieser Trennung leide. Aber er geht wirklich zurück, der Juckreiz. Außerdem hilft es enorm, wenn ich viel Sport mache (Jogging, Radfahren…). Denn dadurch baue ich Stress und Alltagslasten ab: Seelische Laster können bekanntlich die natürlichen Auslöser für Neurodermitis sein. So liebe Mit-Leidenden, meine Running-Schuhe rufen schon nach mir, …. . Gebt nicht auf, denn wer zuletzt lacht, lacht bekanntlich am Besten…

kurzer Nachtrag…
…zurück vom Laufen, denke ich mir gerade einfach nur: „Krankheit“ hin oder her, das wichtigste ist doch, dass ich mich wohl fühle! und jetzt mal ganz im Ernst – es gibt deutlisch schlimmeres wie Neurodermitis! Heute werde ich mir auf jeden Fall noch ein „Verwöhnprogramm für die Seele“ gönnen! Ein Bekannter kommt später noch vorbei – denke bzw. hoffe mal er bring wieder diesen leckeren Wein mit – dann werden wir den Abend mit gemütlichen Männergesprächen ausklingen lassen.

Jetzt geht´s aber erst mal unter die Dusche!