17 Dez

Kindheitserinnerungen III

Zu meinem Entsetzen muss ich gestehen, dass ich mittlerweile mich immer öfter dabei ertappe, wie ich in Kindheitserinnerungen schwelge und mir sogar an manchen Tagen die schönen, unbeschwerten Tage im Elternhaus zurückwünsche. Besonders wenn der Geburtstag naht und man wieder ein Jahr älter wird, merkt man, wie sich alles verändert hat.

Früher konnte man es kaum erwarten, ein Jahr älter zu werden und freute sich bereits Wochen im Voraus auf seinen Geburtstag. Es war spannend, welche Geschenke auf einen warteten und die legendären Kindergeburtstage waren der Höhepunkt schlechthin. Meine Mutter ließ sich dabei immer ganz besonders Sachen einfallen.

So liebten wir es, im Freien Fußball zu spielen. Aus diesem Grund wurde auf der Feier oft ein großes Geburtstagsturnier veranstaltet mit richtiger Siegerehrung. Natürlich war es das Beste schlechthin, den Platz im Gewinnerteam zu verlassen. Doch schlau wie meine Mutter ist, wurden auch die Verlierer belohnt, um schlechte Stimmung am Geburtstag zu vermeiden.

Diese Geburtstage wurden bei uns schon veranstaltet als wir drei Jahre alt waren, sodass meine Mutter sogar noch eine Wickeltasche stets im Gepäck hatte für die kleinen Geburtstagsgäste. Zum Essen gab es natürlich das, was Kinder lieben: viele Süßigkeiten, Pommes, Pizza und eine Menge Kuchen. Wie gern würde ich noch einmal die Zeit zurückdrehen.

Im Nachhinein findet man diese ganzen Dinge viel toller und spannender als man sie damals als Kind empfand. Für Kinder war es normal, auf Geburtstage zu gehen und lustige Spiele zu machen. Mit ein paar Freunden haben wir bereits überlegt, einen Geburtstag so zu gestalten wie früher, inklusive Topfschlagen, Reise nach Jerusalem und den anderen typischen Kinderspielen.

Doch leider verändert die Zeit auch die Gemüter. Wahrscheinlich fänden viele Erwachsene diese Spielchen zwar ganz lustig, aber können nicht die Begeisterung empfinden, die Kinder fühlen. Schade, dass man eben die Zeit nicht zurückdrehen kann.