22 Nov

Mein (Zusatz-)Beitrag zur Gesundheit

Mit welcher Waage würden Sie Gesundheit messen ? Es gibt sicherlich viele Antworten auf diese Frage, allerdings ist mir nach einer kürzlich erlittenen Grippe eines klar geworden: Um die Gesundheit kümmert man sich oft erst viel zu spät im Alter, wenn sich Anzeichen der Vergänglichkeit deutlich bemerkbar machen.

Wir schreiben jedoch nun schon einige Monate lang das Jahr 2010 und nicht nur für viele Menschen älterer Jahrgänge ist es mittlerweile 5 vor 12 um sich Gedanken über die Gesundheit zu machen. Dass das komplette Sozialversicherungsmodell Deutschlands zur Zeit auf dem Prüfstand steht, erkennt man beispielsweise an den von immer mehr gesetzlichen Krankenkassen eingeführten Zusatzbeiträgen.

Als einer der Vorreiter zur „Notfinanzierung“ des Gesundheitssystems geht die KKH Allianz davon aus, dass auch für andere gesetzliche Krankenkassen keine andere Wahl bleibt, um die ausbleibenden Geldleistungen aus dem Gesundheitsfonds auszugleichen.

Alles andere als angebrachte Reaktionen darauf, sind jedoch cholerisch unüberlegte Ausrufe, die man immer wieder in solchen Situationen hört; wie zum Beispiel: „Oh mein Gott, Krankenkassen erheben Zusatzbeitrag!“

Jetzt gilt es erstmal Ruhe zu bewahren und sich darüber klar zu werden, dass Probleme, die mit der Finanzierung des Gesundheitssystems und der demographischen Bevölkerungsentwicklung Deutschlands zu tun haben, Fragestellungen sind, welche die Politik besonders herausfordern dürften, jedoch lösbar sind.

Mir persönlich war es schon immer ein Anliegen politische Forschung mehr zu fördern, um für kritische Sachlagen funktionelle Lösungsansätze parat zu haben. Denn, dass es über die Gesundheitsreform 2007 in Deutschland einen bedeutenden Parteienstreit gegeben hatte, zeigt deutlich wie uneins man sich auf diesem politischen Feld ist und wie sehr man sich über weitere erfolgversprechende Lösungsergänzungen freuen würde.