03 Dez

Schröder allein zu Haus!

Was ist das schlimmste, was mir passieren kann? Drei Wochen ohne meine geliebte Frau. Die bräunt sich in der Südsee und ich habe mal wieder keinen Urlaub bekommen. Da ich von Berufswegen nicht so oft zuhause sein kann (circa 3-4-Tage die Woche schlafe ich ja auswärts), ist es mir erst schmerzlich bewusst geworden, als ich in Frankfurt wieder aus dem Flieger gestiegen bin. Zuhause würde jetzt niemand da sein, der auf mich wartet, mir die Füße massiert und dem ich von meinem anstrengenden Tagen im Ausland erzählen kann. Diese nervigen Hoteliers schon wieder! Mein Zimmer war in so einem desolaten Zustand und trotz Beschwerde tat sich einfach nichts.

Naja, um mal wieder aufs Thema zu kommen: Man verlernt doch schon etwas das Kochen, wenn man jeden Tag im Hotel isst. „Aber ein Spiegelei wird ja schon noch drin sein“, dachte ich jedenfalls. Zuhause angekommen, wurde mir schnell schmerzlich bewusst: Ich hatte vergessen, einkaufen zu gehen und mein herzallerliebster Schatz hatte mir angekündigt, dass sie nichts kaufen würde, weil ich eh bei unserem Lieblingsitaliener essen würde.

Falsch gedacht: Denn unser Flugzeug hatte Verspätung und ich kam erst gegen 12 Uhr nachts nach Hause – also viel zu spät für irgendwas. Aber Glück im Unglück: Eier waren da. Und jetzt stellt euch vor, was der ach-so-tolle-Pilot dann doch nicht kann: Die ganze Hand habe ich mir verbrannt weil ich auf die falsche Herdplatte gelangt habe. Brandsalbe? Auch nicht vorhanden. Super!  Dank dem Internet habe ich gleich mal in der Online Apotheke Schmerzzabletten und Brandsalbe bestellt.

Und was es dann die nächsten Tage zu essen gab, könnt ihr euch ja denken: Tiefkühlkost und ein paar Pizzen von meinem Lieblingsitaliener. Und mein Herzblatt? Die lachte nur über mich? Und bräunt sich weiter. Wie gut, dass mir wenigstens die Postbotin, die mir die Apothekenlieferung zustellte am Zaun unseres Gartens noch ein Lächeln schenkte. Bin froh, wenn ich endlich wieder fliegen kann, da bin ich nicht so auf mich allein gestellt… .